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Sprachhürden zwischen Deutsch und Englisch überwunden

Um es gleich vorwegzunehmen: Die maschinelle Sprachübersetzung, die in dem Projekt „int.unity“ von ver.di und der CWU erprobt wurde, funktioniert. Sprachhürden konnten damit überwunden werden, zunächst zwischen den Sprachen Deutsch und Englisch. Doch wenn die Technologie weiterentwickelt wird, sind auch weitere Sprachenpaare möglich. Jetzt steht die Übersetzungstechnologie auf der Homepage von int.unity Interessierten zur Verfügung.

ver.di hat zusammen mit der CWU (Communication Workers Union), Großbritannien, dem Institut für Angewandte Informationsforschung (IAI) an der Universität des Saarlandes, Deutschland und OrbiTeam Software GmbH, Deutschland, das Projekt int.unity durchgeführt. Dabei ging es darum, die Zusammenarbeit der beteiligten Gewerkschaften in wichtigen, sie gemeinsam berührenden Themenfeldern auf eine multilinguale "elektronische" Grundlage zu stellen.

Dazu wurden folgende Themen inhaltlich bearbeitet und diskutiert:
Gewerkschaften und Neue Wirtschaft
Gewerkschaften und das Internet - E-Union
Gewerkschaften und Europäische Betriebsräte

Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission als „Innovative Maßnahme“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Artikel 6 (ESF-Art. 6) gefördert. Die Laufzeit des Projekts war vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2003.

Nach Ende der Projektlaufzeit stehen die Berichte über die inhaltliche Diskussion im Projekt auf der Homepage von int.unity zur Verfügung. (http://www.intunity.org)

Die technischen Partner im Projekt, OrbiTeam Software GmbH und das IAI Saarbrücken, haben in zweijähriger Arbeit eine an die Erfordernisse gewerkschaftlicher Kommunikation angepasste Sprachtechnologie in die Internetplattform BSCW integriert. Somit stehen Sprachkontrollwerkzeuge und eine maschinelle Übersetzungsfunktion online zur Verfügung. Dokumente und frei eingegebene Texte können mit Hilfe der int.unity-Sprachwerkzeuge online in deutsch-englisch und englisch-deutsch übersetzt werden. Mit Hilfe der Sprachkontrolle werden durch die Optimierung des Ausgangstextes die maschinellen Übersetzungsergebnisse deutlich verbessert. Die Internetplattform bietet zudem eine umfassende Dokumentenverwaltung und verschiedene Kommunikationsfunktionen an.

int.unity-Technik steht online zur Verfügung:

Wer die Internetplattform mit der Sprachtechnologie nutzen möchte, kann sich auf der Homepage von int.unity (http://www.intunity.org) kostenlos anmelden. Für die Nutzung der int.unity-Technik (Internet-Plattform mit integrierter Sprachtechnologie für die gewerkschaftliche Kommunikation in deutsch und englisch) sind ein Internetzugang und ein Webbrowser Voraussetzung.

Hintergrund des Projekts int.unity:

Die rasant fortschreitende Internationalisierung der Märkte und Unternehmen und die forcierte "Europäisierung" der politischen Entscheidungsstrukturen und -prozesse machen eine funktionierende Kooperation der Gewerkschaften untereinander zwingend notwendig. Diese Kooperation muss nachhaltig intensiviert, erweitert und auf Dauer angelegt werden, wenn die Interessenvertretungen der Arbeitnehmer mit den ökonomischen und politischen Prozessen Schritt halten wollen.

Mehr und mehr sind die Gewerkschaften darauf angewiesen, im internationalen oder im europäischen Rahmen ein gemeinsames Verständnis der Umbrüche in Wirtschaft und Arbeitswelt im Zeichen von Globalisierung und Internet zu entwickeln und sich auf der Suche nach adäquaten gewerkschaftlichen Antworten auszutauschen und abzustimmen. Dies kann nur durch kontinuierliche und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit in international zusammengesetzten Projektteams geleistet werden, die sich arbeitsteilig mit den einschlägigen relevanten Dokumenten (Texte, Daten) beschäftigen, diese auswerten, erörtern und zu gewerkschaftlichen Analysen, Strategien und Aktionsplänen verarbeiten.

Gefordert ist damit eine neue Qualität und Intensität gewerkschaftlicher Kommunikation und Kooperation über Organisations-, Staaten- und Sprachgrenzen hinweg.

Traditionelle Verfahren der internationalen Gewerkschaftsarbeit im wesentlichen die Durchführung gemeinsamer Kongresse und Gremiensitzungen sowie der Austausch von Delegationen in mehr oder minder großen zeitlichen Abständen sind angesichts dieser Herausforderung an ihre Grenzen geraten. Sie überfordern aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands und wegen ihrer hohen Abhängigkeit von Copräsenz und Synchronizität die zeitlichen und monetären Budgets der Akteure. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Option an Bedeutung, traditionelle Formen internationaler gewerkschaftlicher Kooperation durch neue Varianten elektronischer Zusammenarbeit zu ergänzen, die gemeinsames Arbeiten quasi "anytime, anyplace" - also auch asynchron und unter Überbrückung geographischer Distanzen - ermöglichen.





ver.di-Initiative Gute Arbeit

Onlinerechte für Beschäftigte

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