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Ein Projekt schafft Handlungshilfen und Leitbilder
ver.di und die Arbeitnehmerkammer Bremen
haben gemeinsam das Verbundprojekt soCa (soziale Gestaltung der Arbeit in Call-Centern) durchgeführt. Sie wollen damit Einfluss nehmen auf die Arbeitsbedingungen in Call- und Service Centern, um damit eine Zukunftsperspektive für die soziale und humane Gestaltung von Arbeit aufzuzeigen.
Ziel des Projektes war es, unter anderem Leitbilder, Werte und Maßstäbe für eine humane Arbeitsgestaltung in Call-Centern zu entwickeln. Das Projekt lief bis zum 30.04.2005. Die zum Abschluss vorgelegte Publikation "Soziales Benchmarking" (176 Seiten, Herausgabe im April 2006) fasst die Ergebnisse zusammen. Es gibt sie zum Preis von 12,80 Euro unter der ISBN 3-89965-159-6 im Handel.
Weitere Informationen zum Projekt sowie Ergebnisse gibt es auf der Homepage von soCa unter: www.soca-online.de
Wenn Stress krank macht
Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland hat anhand von Arbeitsunfähigkeitsfällen aus dem Jahr 2000 festgestellt, dass Beschäftigte in Call Centern häufiger erkranken und auch spezifische Erkrankungen aufweisen. Call-Center-Agents erkranken häufiger an den Atemwegen, am Magen und im Rücken. Das Institut kommt zu dem Ergebnis, dass dies auf die Leistungsdichte, Arbeitsbedingungen, Fremdsteuerung, Stress und Unzufriedenheit zurückzuführen sei. Weitere Informationen zur Studie gibt es hier:
http://www.soca-online.de/meldung_volltext.php3?id=3d88894a75041&akt=news_archiv
Gemeinsame Standards
In einer Pressekonferenz am 15. Juni 2004 in Brüssel haben der Arbeitgeberverband für die Telekommunikationsindustrie ETNO und der internationale Gewerkschaftsverband UNI bekannt gegeben, dass sie eine gemeinsame Richtlinie verabschiedet und unterschrieben haben, in der gemeinsame Standards für die Einrichtung von Arbeitsplätzen in Call- und Service Centern festgelegt werden.
Die Richtlinie legt ein Bündel von Prinzipien für den Call- und Service-Center-Bereich fest verbunden mit der Forderung, einen praktikablen industriellen Standard zu schaffen. Sie bestimmt darüber hinaus, dass Call- und Service Center, die diesen Prinzipien nachkommen und den Standard erfüllen, eine offizielle Bestätigung auf der Website der UNI bzw. ETNO bekommen.
Die Verabschiedung dieser gemeinsamen Richtlinie stellt eine Bestätigung der Arbeit des Projekts soCa dar. Die „Leitsätze für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen in Call- und Service Centern“, die dem soCa Projekt zu Grunde liegen, haben eine hohe inhaltliche Übereinstimmung mit dieser Richtlinie.
http://www.soca-online.de/meldung_volltext.php3?id=40dada23517cb&akt=news_news
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